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15. Juni 2023
Expired!

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18:30

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0,00

Podium Silesia: Staatszerfall und Staatsbildung durch Krieg. Bosnien-Herzegowinas und Kosovos Wege heraus aus Jugoslawien, Dr. Konrad Clewing, Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung

Der Vortrag beschreibt anhand der beiden Beispiele, wie der Krieg als Mittel der Politik in den 1990er Jahren eine erste Rückkehr nach Europa fand. Tito-Jugoslawien hatte an und für sich zumindest für seine Republiken eine klare verfassungsrechtliche Bestimmung für einen friedlichen Ablauf etwaigen Staatszerfalls. Inmitten der inneren Systemkrise und des geopolitischen Umbruchs von 1989/90 wurde aber vor allem von serbischen Akteuren die Grundlage für die Anwendung kriegerischer Gewalt gelegt. Wie im Gegenzug aus der Gewaltdynamik heraus mit Bosnien-Herzegowina und Kosovo zwei vom politischen Belgrad ganz unerwünschte Staatsbildungen erfolgten, wird ebenso beleuchtet wie der die beiden Fälle durch das westliche Konzept der Multiethnizität verbindende internationale Zusammenhang.

Dr. Konrad Clewing ist Historiker am Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (Regensburg). Als Herausgeber und Autor hat er die Entstehung von Grundlagenwerken wie der „Geschichte Südosteuropas“ (Pustet Verlag) und des „Lexikons zur Geschichte Südosteuropas“ (Böhlau Verlag) angestoßen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Entwicklung des südslawischen und albanischen Raums seit dem 19. Jahrhundert.

Im Rahmen von „Grenzgänger. Alltag in einem geteilten Land“. Die Veranstaltung findet im Haus Oberschlesien statt. Sehr zu empfehlen ist die vorgeschaltete Führung durch die Ausstellung mit dem Museumsdirektor um 17 Uhr (Kosten: Eintrittspreis zzgl. 2 EUR).

Foto: Anna Perezolova

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